Wir realisieren innovative Verglasungslösungen wie Structural Glazing, Photovoltaik-Verglasungen oder Wärme- und Sonnenschutzverglasungen. Jede Verglasung wird präzise nach Ihren Anforderungen gefertigt und montiert.
Structural Glazing
Structural Glazing (SG) bedeutet „tragende Verklebung“. Die Glasscheiben werden mit einem Struktur-Silikon auf einen Adapterrahmen geklebt, der dann an der Unterkonstruktion befestigt wird. Außen bleiben keine Pressleisten oder Deckschalen sichtbar, die Fassade wirkt wie eine durchgehende Glashaut.
- Optik: glatte, spiegelnde Fläche mit schmalen Fugen, ideal für repräsentative Gebäude
- Varianten: zwei- oder vierseitig geklebt, auch kombiniert mit sichtbaren Profilen in einer Richtung
- Nachweise: geklebte Verglasungen brauchen in Deutschland einen bauaufsichtlichen Verwendbarkeitsnachweis, ab bestimmten Einbauhöhen zusätzlich eine mechanische Sicherung gegen Herabfallen
Photovoltaik-Verglasungen
Bei gebäudeintegrierter Photovoltaik (BIPV) sitzen die Solarzellen zwischen zwei Glasscheiben, eingebettet in Verbundsicherheitsglas. Die Module ersetzen damit klassische Bauteile: Fassadenpaneele, Brüstungen, Vordächer oder Glasdächer. Je nach Zellabstand bleiben sie teilweise durchsichtig und dienen zugleich als Sonnenschutz.
- Doppelnutzen: Wetterschutz, Gestaltung und Stromerzeugung in einem Bauteil
- Planung: Ausrichtung, Verschattung durch Nachbargebäude, Kabelführung in den Profilen und Platz für Wechselrichter früh festlegen
- Nachweise: Die Module müssen sowohl als Bauprodukt (Glas) als auch elektrisch zugelassen sein
Wärme- und Sonnenschutzverglasungen
Moderne Isoliergläser bestehen aus zwei oder drei Scheiben mit Edelgasfüllung und hauchdünnen Metalloxid-Beschichtungen. Wärmeschutzglas lässt viel Licht und Sonnenwärme herein und hält die Heizwärme im Raum. Sonnenschutzglas reflektiert einen großen Teil der Sonnenenergie und verhindert, dass sich Räume hinter großen Glasflächen aufheizen.
| Kennwert | Bedeutung | typische Werte |
|---|---|---|
| Ug | Wärmeverlust durch das Glas in W/(m²K) | 2-fach etwa 1,0 bis 1,1 · 3-fach etwa 0,5 bis 0,7 |
| g | Anteil der Sonnenenergie, der in den Raum gelangt | Wärmeschutzglas etwa 0,5 bis 0,6 · Sonnenschutzglas oft 0,25 bis 0,4 |
| Lt | Anteil des sichtbaren Lichts, der durchgelassen wird | je nach Beschichtung |
Gute Sonnenschutzgläser sind „selektiv“: Sie lassen viel Tageslicht durch, aber wenig Wärme. Im Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes nach DIN 4108-2 wirken Glas und Sonnenschutz zusammen.
Ganzglas
Ganzglas-Konstruktionen kommen ohne sichtbaren Rahmen aus: Türen, Trennwände, Brüstungen oder Vitrinen aus Sicherheitsglas, gehalten von Klemm- oder Punkthaltern. Im Innenausbau schaffen gläserne Trennwände helle, offene Büros und erhalten trotzdem den Schallschutz geschlossener Räume. Mehr zu Ganzglastüren auf der Seite Türen und Brandschutz.
Im Objektbau
Großflächige Verglasungen an Büro-, Gewerbe- und Autohausbauten brauchen eine frühe Abstimmung: Glasaufbau, Scheibengewichte, Nachweise und die Logistik auf der Baustelle (Kran, Hebegerät, Lagerflächen) gehören in die Werk- und Montageplanung. Diese Punkte stimmen wir mit Architekten, Fachplanern und Bauleitung ab, die Montage übernimmt unser eigenes, geschultes Personal. Mehr dazu auf der Seite Großprojekte und Ausschreibungen.
Worauf Planer achten sollten
- Glasart: ESG, VSG oder TVG je nach Einbausituation, VSG für Überkopf und Absturzsicherung
- Bemessung: Glasdicke nach Wind, Eigengewicht und Klimalasten (DIN 18008)
- Bauphysik: Ug-, g- und Lichtwerte aufeinander abstimmen, Kondensat am Randverbund vermeiden
- Markierung: große Glasflächen und Glastüren in Verkehrsbereichen sichtbar kennzeichnen
- Reinigung und Austausch: Zugänglichkeit großer Scheiben und Gewichte für einen späteren Glastausch einplanen












