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Aluminium, Kunststoff, Holz oder Holz-Alu?

Jedes Rahmenmaterial hat seine Stärken. Gewichten Sie, was Ihnen wichtig ist, und sehen Sie sofort, welches Material am besten zu Ihrem Vorhaben passt.

Was ist Ihnen wichtig?

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Ihr Ranking

  1. Aluminium90 von 100
  2. Holz-Alu87 von 100
  3. Holz70 von 100
  4. Kunststoff63 von 100

Empfehlung

Aluminium passt am besten (90 von 100 Punkten)

Ausschlaggebend: pulverbeschichtete oder eloxierte Oberflächen brauchen keinen Anstrich, Abwischen genügt; die BBSR-Tabelle setzt 50 Jahre oder mehr als Nutzungsdauer an; das steife Material erlaubt schmale Profile auch bei großen Glasflächen und Schiebeelementen. Knapp dahinter liegt Holz-Alu, ein Vergleich im Gespräch lohnt sich.

Aluminium spielt seine Stärken vor allem bei großen Glasflächen, schlanken Ansichten und langer Nutzungsdauer aus.

Die Punkte beruhen auf einer vereinfachten Bewertungsmatrix (1 bis 5 je Kriterium, Grundlagen siehe Vergleichstabelle). Die genaue Wahl hängt von Profilsystem, Verglasung und Einbausituation ab.

Im Querschnitt

So sind die Profile aufgebaut

Der Aufbau des Rahmens erklärt die Unterschiede: Kammern, Isolierstege, Stahlkern oder Holz.

Querschnitt eines Aluminium-Fensterprofils, schematischaußeninnen
AluminiumZwei Aluminium-Kammern, verbunden durch Isolierstege (thermische Trennung). Sehr steif, deshalb schmale Ansichten.
Querschnitt eines Kunststoff-Fensterprofils, schematischaußeninnen
KunststoffMehrkammerprofil aus PVC mit Stahlaussteifung im Kern. Die Kammern dämmen, der Stahl gibt Halt.
Querschnitt eines Holz-Fensterprofils, schematischaußeninnen
HolzMassives, verleimtes Kantholz mit Glasleiste. Dämmt von Natur aus, braucht außen einen Schutzanstrich.
Querschnitt eines Holz-Alu-Fensterprofils, schematischaußeninnen
Holz-AluHolzkern innen, außen eine hinterlüftete Aluminiumschale als Wetterschutz.

GlasIsoliersteg, Stahl oder Alu-SchaleDichtung · Schematische Darstellung, nicht maßstäblich.

Fakten im Überblick

Die vier Materialien im Vergleich

Typische Werte aus Ratgebern und Branchenangaben, jeweils mit Quelle. Für Ihr Projekt zählen die Werte des konkreten Profilsystems.

Vergleich der Fensterrahmen aus Aluminium, Kunststoff, Holz und Holz-Alu
MerkmalAluminiumKunststoffHolzHolz-Alu
Rahmen Uf in W/(m²K)[1]1,3 bis 2,0 (stark systemabhängig)0,9 bis 1,31,0 bis 1,41,0 bis 1,3
Ganzes Fenster Uw in W/(m²K), Bestwert ab[3]ab 1,10 (Einstiegssystem)ab 0,91ab 1,00ab 0,86
Nutzungsdauer (Planungswert)[2]50 Jahre oder mehr40 Jahre40 Jahre (Nadelholz), 50 oder mehr (Laubholz)50 Jahre oder mehr
Pflege[1]sehr gering, abwischengering, abwischenhoch, Anstrich alle 5 bis 8 Jahreaußen gering, innen mittel
Große Glasflächen, schlanke Profilesehr gut geeignetbegrenzt, Stahlaussteifung nötiggut, breitere Profilegut, etwas breitere Profile
Rohstoff und Recycling[1]sortenrein trennbar, hoher Materialwertwerkstofflich recycelbarnachwachsendnachwachsend, Schichten trennen
  • Aluminium

    Rahmen Uf in W/(m²K)[1]
    1,3 bis 2,0 (stark systemabhängig)
    Ganzes Fenster Uw in W/(m²K), Bestwert ab[3]
    ab 1,10 (Einstiegssystem)
    Nutzungsdauer (Planungswert)[2]
    50 Jahre oder mehr
    Pflege[1]
    sehr gering, abwischen
    Große Glasflächen, schlanke Profile
    sehr gut geeignet
    Rohstoff und Recycling[1]
    sortenrein trennbar, hoher Materialwert
  • Kunststoff

    Rahmen Uf in W/(m²K)[1]
    0,9 bis 1,3
    Ganzes Fenster Uw in W/(m²K), Bestwert ab[3]
    ab 0,91
    Nutzungsdauer (Planungswert)[2]
    40 Jahre
    Pflege[1]
    gering, abwischen
    Große Glasflächen, schlanke Profile
    begrenzt, Stahlaussteifung nötig
    Rohstoff und Recycling[1]
    werkstofflich recycelbar
  • Holz

    Rahmen Uf in W/(m²K)[1]
    1,0 bis 1,4
    Ganzes Fenster Uw in W/(m²K), Bestwert ab[3]
    ab 1,00
    Nutzungsdauer (Planungswert)[2]
    40 Jahre (Nadelholz), 50 oder mehr (Laubholz)
    Pflege[1]
    hoch, Anstrich alle 5 bis 8 Jahre
    Große Glasflächen, schlanke Profile
    gut, breitere Profile
    Rohstoff und Recycling[1]
    nachwachsend
  • Holz-Alu

    Rahmen Uf in W/(m²K)[1]
    1,0 bis 1,3
    Ganzes Fenster Uw in W/(m²K), Bestwert ab[3]
    ab 0,86
    Nutzungsdauer (Planungswert)[2]
    50 Jahre oder mehr
    Pflege[1]
    außen gering, innen mittel
    Große Glasflächen, schlanke Profile
    gut, etwas breitere Profile
    Rohstoff und Recycling[1]
    nachwachsend, Schichten trennen

So lesen Sie die Werte: Je kleiner der U-Wert, desto weniger Wärme geht verloren. Der Wert des ganzen Fensters (Uw) hängt vor allem von der Verglasung ab: Mit Dreifachglas erreichen Fenster laut Reduco (2026) etwa 0,72 bis 0,87 W/(m²K), unabhängig vom Rahmen. Nutzungsdauern sind Planungswerte für Lebenszyklusanalysen, keine Garantie.

  1. 42watt, Fensterrahmen im Materialvergleich (08.09.2026), Nutzungsdauern nach BBSR-Tabelle. Quelle öffnen (neues Fenster)
  2. BBSR, Nutzungsdauern von Bauteilen für Lebenszyklusanalysen (BNB), zitiert nach 42watt (09/2026). Quelle öffnen (neues Fenster)
  3. fensterversand.com (2026): Uw-Bestwerte „ab“ im Online-Handel. Quelle öffnen (neues Fenster)
  4. energiesparhaus.at, Fenster U-Wert (o. J.): Uf-Werte typischer Rahmen. Quelle öffnen (neues Fenster)

Warum Aluminium?

Aluminiumfenster: Stark, stilvoll, nachhaltig

Aluminiumfenster vereinen zeitlose Eleganz mit beeindruckender Robustheit und Langlebigkeit. Dank ihrer hervorragenden Wärmedämmung und Recyclingfähigkeit sind sie die perfekte Wahl für moderne, nachhaltige Bauprojekte.

  • Schlanke Profile auch bei großen Glasflächen, Schiebe- und Faltelementen
  • Pulverbeschichtung in nahezu jeder RAL-Farbe oder Eloxal, kein Streichen
  • Thermisch getrennte Profile für gute Dämmwerte
  • Sortenrein trennbar und gut wiederverwertbar

Häufige Fragen

Fachwissen zum Rahmenmaterial

Dämmen Aluminiumfenster schlechter als Kunststofffenster?

Aluminium leitet Wärme gut. Moderne Aluminiumprofile sind deshalb thermisch getrennt: Isolierstege aus Kunststoff trennen die äußere von der inneren Profilschale. Der Rahmenwert (Uf) hängt stark vom Profilsystem ab. Für den Wärmeverlust des ganzen Fensters (Uw) ist meist die Verglasung entscheidend. Die Förderanforderung der BEG (Uw höchstens 0,95 W/(m²K)) gilt für alle Materialien gleich.

Welches Rahmenmaterial hält am längsten?

Die Nutzungsdauer-Tabelle des BBSR für Lebenszyklusanalysen setzt für Aluminium und Holz-Alu 50 Jahre oder mehr an, für Kunststoff und Nadelholz 40 Jahre, für Laubholz 50 Jahre oder mehr. Das sind Planungswerte, keine Garantie. Wartung von Beschlägen und Dichtungen verlängert die Lebensdauer bei jedem Material.

Was ist ein Holz-Alu-Fenster?

Ein Holzfenster, das außen eine Schale aus Aluminium trägt. Die Schale schützt das Holz vor Regen und Sonne und kann in Aluminiumfarben beschichtet werden, innen bleibt die Holzoptik. Zwischen Holz und Schale liegt meist eine Hinterlüftung, damit Feuchtigkeit abtrocknen kann.

Warum wird bei großen Glasflächen oft Aluminium gewählt?

Aluminium ist sehr steif. Große, schwere Scheiben lassen sich deshalb mit schmalen Profilen tragen, etwa bei raumhohen Fenstern, Hebe-Schiebe-Türen, Schaufenstern oder Pfosten-Riegel-Fassaden. Kunststoffprofile brauchen dafür eine Stahlaussteifung und werden breiter, Holzprofile ebenfalls.

Sie wissen, welches Material passt?

Stellen Sie Ihr Fenster im Konfigurator zusammen oder beschreiben Sie uns Ihr Projekt. Wir melden uns mit einer ersten Einschätzung.